Mittwoch, 6. Mai 2009

Arbeiten in Spanien

Nach einigen Tagen, kann ich endlich schreiben, was ich bis jetzt in Spanien alles Erleben konnte.

Erfahrungen zu machen bezüglich der Lebens- und Arbeitsweise in Spanien, ähneln der deutschen nur sehr gering.

Zum Beispiel nehmen es die Spanier nicht so genau mit der Pünktlichkeit, oder wenn es um die UVV geht, kennen die nichts, und wenn doch, dann sehr mager.

Für die Elektroniker unter uns, heißt es aufpassen!!!
Denn alles was was hier in Spanien installiert ist, kommt einen auch ziemlich "spanisch" vor :-). Offene Litzen, und entfernte Mantel an der Leitung gehören in den Spanischen Alltag, wie auch des nicht benutzen von Klemmleisten und Aderendhülsen.



Der PE wird einfach abgezwickt und evtl. mit Isolierband "leicht" fixiert.
"Freihängende Verteilerdosen" waren mir bis jetzt unbekannt, sind jedoch praktisch. Ich könnte mir vorstellen das in Deutschland "einzuführen" :-D.

Ich Arbeite zur Zeit in einer spanischen Dreh- und Fräsmanufaktur. Sie stellen Teile für Roboterarme für z.B. AUDI & GM her. Zur Zeit bin ich an einer 20 Jahren alten CNC-Drehmaschine, die nur dann von Späne befreit wird, wenn der Schraubstock nicht mehr zu sehen ist *gg*.

Die Mitarbeiter, die eigentlich eine ganze Familie ist, sind sehr nett und zuvorkommend. Auch wenn das nur eine kleine Firma ist, macht das Arbeiten sehr viel Spaß.
Man merkt jedoch sehr, das sie von der aktuellen Wirtschaftskrise betroffen sind, da sie zum Teil viel weniger Auftrage von Kunden bekommen haben.

In der Freizeit hat man unter der Woche nicht so viel Lust an den traumhaften Strand zu gehen, jedoch findet sich massig Zeit am Wochenende dafür. Zum Glück, machen wir das Praktikum in der Nebensaison, denn im Sommer, kommen die ganzen Touris aus Madrid und verstopfen alles, inkl. dem Strand *gg*.





Bis zum nächsten Blog.

Liebe Grüße aus Gandia,
Ricardo

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